Feiern, bis „Heidi“ aus den Boxen tönte

Feiern, bis „Heidi“ aus den Boxen tönte

Boxen
Garrel Ab 20 Uhr warteten sie schon in Schlangen vor der Tür, die jungen Wilden. „Sie haben gemeinsam mit uns die Stühle von den Tischen gestellt“, berichtet Hedwig Kulgemeyer. Die „goldenen Zeiten“ des „Onkel Wenzel“ in den 70er, 80er, 90er Jahren. Fast 30 Jahre „Wenzel“-Geschichte haben Kalle und Hedwig Kulgemeyer miterlebt und mitgeprägt – wenn auch die meiste Zeit mit dem Blick auf Arbeiter- und Biergläser. Häufig war derart viel los, dass „wir den Kopf den ganzen Abend nicht hochbekommen haben“, erinnern sich Hedwig (62) und Kalle Kulgemeyer (64), die in Halen leben, im Gespräch mit der NWZ. Die Eintrittsbons kauften die Besucher schon im Voraus, um später ja hineingelassen zu werden. Einlasssperre trotz eines halb leeren Saals – das stieß bei denjenigen, die auf Einlass warteten, natürlich nicht immer auf Wohlwollen. Die Geschichte In diesem Jahr würde das „Wenzel“ 60-jähriges Bestehen feiern. .


Eröffnet wurde das Lokal von Olga Tieben im Jahr 1958 – zunächst unter dem Namen „Zum Tannenkrug“. Irgendwann wurde daraus „Onkel Wenzel“ – benannt nach dem Gatten von Olga. Anfang der 70er Jahre wurde der Saal angebaut, später die Kegelbahn und der Klubraum. Kegelverein, Kaninchen- und Taubenzüchter, Reservisten und Schützen der Kompanie IV oder Motorradfahrer – allesamt trafen sich im „Onkel Wenzel“. Nach Wenzel und Olga Tieben, die 1975 beziehungsweise 1980 starben, übernahm Josef Tieben die Gaststätte. Einmal drängten sich rund 1200 Besucher in der Kultdisco. .

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