Boxen im KZ

Boxen im KZ

Boxen
Spielfilme, die deutsche Konzentrationslager als Schauplatz nutzen, sind umstritten. Kann man das Grauen auf der Leinwand abbilden? Darf man den Holocaust überhaupt für fiktive Kino-Geschichten "missbrauchen"? Die Antworten auf diese Fragen fallen bis heute unterschiedlich aus. Noch vor drei Jahren sorgte der ungarische KZ-Film "Son of Saul" beim Festival in Cannes für heftige Diskussionen, weil er Authentizität und Realismus vorgaukelte, obwohl auch er nur mit den Mitteln des Spielfilms arbeitete. Auf DVD und Blu-Ray: Peter Solans "Der Boxer und der Tod" Auch vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass in Deutschland jetzt ein lang vergessener Film wiederzuentdecken ist, den selbst viele Cineasten nicht mehr kennen dürften: "Der Boxer und der Tod". Das Werk des slowakischen Regisseurs Peter Solan, der damit ebenfalls wieder dem Vergessen entrissen wird, liegt jetzt erstmals in ungeschnittener Fassung auf DVD und Blu-Ray vor.
Ungleiche Gegner im Ring: Komínek (Štefan Kvietik) und Kraft (Manfred Krug) Solan drehte "Der Boxer und der Tod" in den Jahren 1962/63 zunächst gegen die Widerstände der sozialistischen Behörden in der Tschechoslowakei. "Der Boxer und der Tod" wurde zum erfolgreichsten Film des Jahres in seiner Heimat und wurde sogar im "westlichen Ausland" gezeigt. Beim Internationalen Filmfestival in San Francisco gewann der Film zwei Preise. ....


Dass der 1929 im slowakischen Banská Bystrica geborene Peter Solan diesen filmischen Aufbruch mit einläutete, ist dagegen heute weitgehend vergessen.
NS-Propaganda auch im Konzentrationslager "Der Boxer und der Tod" spielt in einem Konzentrationslager im Osten Europas. Nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch mehrerer Häftlinge sollen die sechs überlebenden slowakischen Inhaftierten hingerichtet werden. Der Lagerkommandant Kraft (Manfred Krug in der Frühphase seiner Karriere), vor dem Krieg Boxer, entdeckt, dass der Häftling Komínek (Štefan Kvietik) offenbar früher auch Boxer war. Er begnadigt ihn. Um sich selbst fit zu halten und den SS-Schergen im KZ ein Spektakel zu bieten, weist Kraft seine Offiziere an, Komínek mit Essens-Extrarationen aufzupäppeln. .

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